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Paradise Lost macht Schauspieler national bekannt |
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( von Margaret Daly - 31. März 1976 ) |
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STRATFORD, Ont. - Es ist zwischen den Proben für seine Hauptrolle im Kaufmann von Venedig und seinen drei kleinen Parts in Antonius und Kleopatra; aber Nick Mancuso - der sowieso etwas fehl am Platz bei dieser klassischen Stratford Festival Theater-Repertoire-Atmosphäre scheint - ist mehr daran interessiert über die Toronto Untergrund-Theater-Szene der letzten vier oder fünf Jahre zu sprechen und wohin jetzt alles geführt hat. Mit 27, wird Mancuso von Regisseuren und Kritikern als einer der ausdrucksstärksten und aufregensten jungen Schauspieler des Landes gefeiert, aber das meiste seiner Arbeit war vor dem relativ limitierten Publikum des Toronto Free Theatre, dem Factory Lab und früher, deren Gegenstücke in anderen kanadischen Städten von Vancouver bis Halifax. Er hat einige Arbeit im Fernsehen und in Spielfilmen geleistet, aber heute abend wird ein landesweites Fernseh-Publikum ihn das erste Mal in einer Hauptrolle in einem umwerfenden unwiderstehlichen, absoluten erster-klasse TV-Drama sehen. Es ist CBC-TV´s ununterbrochene zwei-Stunden Produktion des brillianten Clifford Odet Stücks aus den 30er Jahren, Paradise Lost, wunderschön für den kleinen Bildschirm von George Bloomfield in Szene gesetzt. Dieses Bühnenstück ist von einer Besetzung von großartigen Veteranen zum Leben erweckt worden, solche wie Nehemiah Persoff, Michael Strong, und Henry Ramer, und viele der jungen vitalen Schauspieler welche sich in der Alternativ-Theater-Szene von Toronto in den letzten Jahren weiterentwickelt haben, vor allem Chapelle Jaffe, Maury Chaykin, Brenda Donohue, und natürlich Mancuso, dessen Darbietung wahrscheinlich die ausdrucksstärkste der vier ist. “Das was in der Szene von Toronto passiert ist, wird einer der Haupteinflüsse auf die Kultur dieses Landes sein,” sagt er. “In fünf Jahren wird man in einen kanadischen Kinofilm gehen können, der einen umhauen wird, geradewegs aus seinem Sitz heraus - falls dies - falls diese Leute hier bleiben.” “ Sie könnten aus der reinen Notwendigkeit herausbrechen. Dort ist immer noch so wenig Vertrauen in den kanadischen Künstler.” “Einige Leute sagen, dass die Szene Toronto´s zu einer Stagnation gekommen ist, aber dies ist nicht das richtige Wort. Stagnation impliziert eine Art von Dekadenz.” “Was passiert ist, ist dass eine ungeheure vitale Gruppe von jungen Leuten fünf Jahre in einer Position verbracht haben, in der sie Theater mit ihren literarischen-bloßer-Hand-geschriebenen Stücken bauen mußten, in Stücken spielen, Stücke produzieren und Regie führen und beleuchten und koordinieren, und Zeitungen werben und verwalten und all das ganze Zeug, und die Leute sind rechtmäßig müde.” “Ein Künstler in Kanada zu sein ist in etwas so, wie in einem großen weiten leeren Feld zu sein und zu schreien und schreien. Diese ganze Energie löst sich einfach auf und nach einer Weile bist du erschöpft.” Als das clevere Produkt einer italienischen Arbeiter-Klasse Familie, war Mancuso´s formale Theaterausbildung auf eine Anzahl von Highschool-Stücken begrenzt, sowie der Arbeit in der Schauspielgemeinde der Universität, wo er seinen Abschluß in Psychologie machte. Aufgrund dieses Hintergrunds, hat er nie etwas von Odet gehört bis er für Paradise Lost vorsprach. Er war von der Stärke und bewegenden Intensität dieses klassischen Stücks, über die Not einer Mittel-Klasse Familie, angeschlagen und verwirrt von den sozialen und wirtschaftlichen Zustände ihrer Zeit, beeindruckt - genauso wie dessen eigenartige Relevanz zu den Mitt-Siebzigern. “Es ist wie ein Kreislauf, als ob wir durch einige Stationen gegangen wären, und nun sind wir zurück zu einer Zeit die den Dreißigern sehr ähnelt.” sagt er. “Nicht nur die harten wirtschaftlichen Zeiten, sondern das gesamte soziale Klima. Als es in New York während der Depression aufgeführt wurde, war es kein Erfolg - die Leute wollten diese Realität nicht; sie wollten leichte Unterhaltung, angenehmen Unrealismus, Musicals mit Revuetänzerinnen.” “Und doch war Odet besser als ein Realist, er war gleichermaßen ein Optimist. Das Stück endet mit dieser unglaublichen, apokalyptischen Note des Optimismus über die Zukunft des Mannes, der Zukunft der Gesellschaft.” Im Schlußmoment von Paradise Lost, schreit Odet´s Held heraus: “Überall nun, erwachen Männer aus ihrem Schlaf ... die bittere schwarze Gesamtsumme ihres Lebens verstehend. Ihr Flüstern ist zu Schreien gewachsen ... Leid und Terror sind nicht das Erbe der Menschheit. Die Welt ist schön.”
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