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Primo tempo
Wuff! Wuff! Wuff. Alles begann, um Mitternacht Dieser Alptraum begann. So etwas wie “krani, kranski krasogni” kommt von Lenin´s Lippen, dort steif liegend wie Pappe Lernt! Lernt! Lernt! sagt er.
Wer sind wir von Ihm zu lernen? Gescheiterter Anwalt nach 70 Jahren immer noch steif Tot mit 55, aber für die Ewigkeit jung erhalten Wie ein Ballon, Nur ein weiterer mumifizierter Leichnam im Herzen des Kremls, im Herzen von Moskau dem Herzen von Mütterchen Russland, im Innern eines kristallenen Grabmals. Wer sind wir zu lernen? Von einer weiteren Mumie, einem Kadaver aus Wachs and Lippenstift aus Formaldehyd und gedörrtes Fleisch! Oh Mütterchen Russland, dies alles hört sich mehr an wie krasni! krasni! krasni! Von ihm? “krani, kranski, krasogni!” Deine Glocke ertönt nicht mehr.
Sie liegt in verfaultem Fleisch ... deren Klötze goldglänzend poliert mit berührender Perfektion. Oh Lenin! Leichnam.
Und Reiben und Küssen und Umarmen Versuchen den toten aber immer noch brennenden Körper zu wärmen den eines lange toten Soldaten, Eines lange toten Mannes, In einem lange toten Land ... In einem dunklen Anzug. In Uniformen ...
Wir gehen in Kreisen, Tanya, Valentin & ich Gehen gigantische Kreise auf dem Roten Platz, wie ein Inferno Der Klang von tausenden Füßen gegen Dosen tretend hier und von russisch-amerikanischem Rock ´n Roll dort & leere Flaschen, & ein rasselnder und unheimlicher Mißklang von marschierenden Füßen, von Gesichtern, zerwühltes grau & rot, Hosen Schuhe Orden eine Armee der Humanität marschiert voran bis zum Ende In dieserverbitterten ... kalten Welt. Eine Blaskapelle spielt weiter. Um Pa Pa! Um Pa. Pa!
Mein Übersetzer Sasha scherzt mit mir - “Denkst D Daß sie seinen Schwanz aufbewahrt haben? Glaubst Du Daß er wieder aufsteht?” - Lenins Gehirn so erklärt er wurde von der Wissenschaft in transparente Scheiben geschnitten Bewahrt für die Zukunft wenn die Wissenschaft Eines Tages verstehen wird was Lenin so großartig gemacht hat. Was ist mit seinem Schwanz, ist dieser ebenfalls zerschnitten worden?
“Ich liebe Russland!” Ruft er “Ich liebe Mütterchen Russland!” Ich kann nichts Anderes von dem Gebrüll hören.
Lenin! Leichnam! Genie, Gründer einer Nation von Heiligen & Säufern, von Poeten, die sich immer selbst im Winter aufgehangen haben! Von Statuen in den Parks, Lenin! Leichnam! Gefrorener steifer Karton-Phallus unter dem starrenden gelangweilten Blick der uniformierten Wachen, “Ruhe!” schreit einer von ihnen Die Ehrengarde ist für immer fort Ruhe! Flüstern Sie nicht! Respekt! Respekt! Können Sie nicht sehen, dass der Mann schläft!
So viele Jahre nach der Revolution, die die Welt erzittern lassen wollte, schläft Lenin weiter Wo sich nichts ändern würde, vollziehen wir eine weitere Revolution nach Während all dieser endlosen Jahrhunderte der Revolutionen Der Engel-Männer, die auf gefrorenen Steinernen Gefängnisböden schliefen Nass vom Blut ... dass nie wieder schlief. Für was? Ich denke ... er schläft ...
“Verändere ich mich? Veränderte ich mich? Veränderten wir uns?” Ich biete Valentina eine kleine grüne Flasche mit billigem georgischen Sekt an, die ich für meinen Geburtstag bekam. Etwas zu feiern ... weint sie ... bietet sich bei ihr selbst an. Ich fange an mich alt zu fühlen, zu mumifizieren wie Vladimir, nur ein weiterer alternder amerikanischer Tourist, der blöde Fragen stellt.
Nun, da du deine Wertlose Hülle hier auf Erden Gelassen hast War es das wert? Warst du 666?” wie sie es behaupteten? Oder war es dieser andere Dieser Priester aus Georgien Der sein Land wiederum allzu gut liebte? Lenin! Vladimir Iliych Lenin!” Leichnam!
In einer Menge von Schlägern und Rüpeln, unter die wir uns mischten “Ich liebe dieses Land Ich liebe Russland,” er ist betrunken, dort zwischen den ersten unter diesen eingebildeten Schlägern in deutschen Autos, alles ehemalige KGB-Männer & die Zigarettenverkäufer Sie verkaufen einzelne Zigaretten, Unanständige Schlüsselanhänger, alte Postkarten,
Eine schlaffe Essiggurke, eine halbe Flasche Coca-Cola. Habt ihr nichts verändert Kameraden? Bistro! Bistro! Mushu! Mushu! Wie solche hungernden napoleonischen Bettler! Hat denn nichts wirklich die Geschichte verändert Kameraden?
Die Revolution ist mit 14 tot, nicht 65 - ein winziges Heldengrab In Mütterchen Russland´s aus der Brust gerissenem Herzen Begraben, bei den Kreml-Pinien ausserhalb der höchsten Mauer Sitzend, wartend sich wieder zu erheben, bloß ein Kind. Armes Kind. Ein Hauch von Rauch, der sich kräuselt und sich in die bläuliche Luft hinein auflöst ...
Ich schreibe und schreibe und schreibe Lerne, & lerne & lerne Was lerne ich? Was schreibe ich? “Wuff, wuff, wuff!” An der Kreml-Mauer sehe ich hinab Hinunter zu dem Grund eines Hügels. Und zu dem Ende der Welt, ich weine.
Was lernen wir von diesem sanften regelmässigen Sommer-Schnee? Von diesen Flusen, die Wie ein Wirbelsturm über die sanfte frühe Frühlings- Nacht hinwegfegen, wie gespenstischer Schnee? Erinnerungen des Winters ... Was lernen wir?
Secondo tempo
In strahlendem heissen Sonnenlicht malt Micha 666 auf den Tankdeckel seines Lada, “das ist es wer Stalin war” schreit er “er aß uns, lebend und roh, wie Hering! & Schlitzt seine Kehle, er hat eine gebrochene Stimme er gestikuliert und lacht, sein gebrochener Mund fast zahnlos, ich sehe Kinder auf dem Schoß von Tolstoi´s Giganten sitzen, hinter seinen massiven Schultern Stein-Statue im Park, spielt wie die KInder Sie spielen und machen eine Rutschbahn aus ihm. Oh kleiner Vater. Stalin. Wo ist Stalin? Wo haben sie ihn versteckt?
“Nichts funktioniert hier in Russland” sagt Tanya, “Alles arbeitet und arbeitet nicht kannst du es denn nicht sehen? dann würdest du über alles ... weil ... Wir arbeiten nicht!” & Micha wollte sein geparktes Auto nicht für lange verlassen, damit es keiner stiehlt Warum hast du dich überhaupt über das Sterben geärgert Vladimir? Was war dein Standpunkt? Welch eine Verschwendung! Was??? Warum sich über den Tod ärgern, kleiner Vater Kamerad? Warum hast du Uns geärgert, uns beigebracht wie man stirbt?” Lerne! Lerne! Lerne! So jung. Bistro! Bistro! Mushu Mushu! lerne lerne lerne ...
Mit 44, ist Andrea groß Und schlank, intelligent und liebenswürdig, eine Biochemikerin Sie arbeitet als Schuhverkäuferin ... Aber ich beobachte wie ihr Herz täglich durch die Nachrichten bricht Die Schläger schmeissen den Laden ... sagt sie
“Nun was war der Punkt von all diesem Lernen fragst du?” Sagst du es mir, mein so ernster amerikanischer Freund? Wir sitzen in ihrer Küche, importierte holländische Zigaretten rauchend. Nach dem Abendessen, Worum ging es dabei überhaupt? Dass alle Männer gleich sind? Sind sie nicht! Die Geschichte hat dies bewiesen! Sie raucht Eine kleine Cheroot-Zigarre, die in mein Gesicht bläst ...
“Nun da die Schläger die Hühnerstange beherrschen, diese jungen Kehlenaufschlitzer!” Und es singt in mich hinein, in mich hinein ...
Prahlerische Cowboys in Lederjeans, unanständige Männer mit Rolex-Uhren gehen vorbei, fahren vorbei, am alten Arbreut-Platz. Und Bankkonten in der Schweiz, mit Koffern voll mit Gold & amerikanischem Geld, sie stellen sich bei Nacht in einer Reihe auf bei den mit rotem Teppich ausgelegten Bank-Nachtschaltern, Blinkende Neonlichter wie bei einer Strip-Bar, ihr aufhellendes Lächeln ...”sie wissen nicht mehr was real ist, sie haben es verloren! Sie verstehen gar nichts von der Geschichte!” “Bald werden sie alle in einer Reihe aufgestellt und erschossen!- Alle von diesen. Jeder einzelne von ihnen!”
Nun besuchen Andrejev & seine Frau nicht einmal Die billigsten Restaurants, voll mit Hering und Flaschenbier ... Jede Freitag-Nacht können sie es sich gerade erlauben, sich für eine Sekunde zu setzen ... “Diese Schläger essen und schlürfen alles Champagner und Kaviar alles wird konsumiert, während wir (Wo es irgenwann Intellektuelle gegeben haben wird). Künstler Tee trinken ohne Zucker, Biochemiker, Doktoren, Politbüro, und wissenschaftliche Männer, Männer von Substanz nun sind diese der menschliche Abfall und wir kehren die Straßen! Herr Gorbatschow! Diese Mauer musste fallen ...! Herr Gorbatschow, schauen sie was sie getan haben!!!” Herr Gorby diese Mauer musste fallen ... Wie Humpty Dumpty Und fiel, sie tats ... zu diesem ... meinem Arsch! Perestroika, mein haariger Arsch!”
Und nun diese ... Diese 4-beinigen Tiere haarige Schlägertypen in Englischem Leder Kugelköpfige Kugel-Männer, wie Bulldoggen Gebürstet im kugelsicheren schwarzen Mercedes fahren zur Seite Ziehen amerikanische Mädchen in ihre Autos Schreien sie an, schlagen die Huren nieder, haben vor nichts Angst! Und niemand erschiesst sich obendrei gegenseitig auf Moskau´s Strassen ... “Nun macht schon” Lasst uns tanzen und spielen! Gebt uns einen guten Fick nicht wahr!” Terzo tempo
Mit Andrei gehe ich an Tolstoi´s Haus vorbei und zurück Passieren die alten Zuckerfabriken von 1880 und die Kirchen mit den goldenen Turmspitzen, Wir gingen Nachts wieder mit seinem Hund raus, nach Mitternacht, glaubte ich zu träumen dachte an Gurdjeff, Stanislavski, Tolstoi, Tschaikowsky ... ich glaubte, dass dies einmal meine Stadt war, diese Leute meine Leute, meine Geschichte ... Dieser furchtbare Winter in Leningrad ...
Und wir redeten die ganze Nacht hindurch, unterhielten uns über Philosophie Als wir uns in einem kleinen Park in der Nähe der Nervenheilanstalt hinsetzten, erzählte mir Andrei über seine Mutter während des Krieges, während der Belagerung “Sie war eine Ärztin und jeden Tag ertrug sie die Granaten um zum Hospital zu gehen und zu arbeiten, ohne Medizin, Bandagen, Essen - sie arbeitete, die pockennarbigen Strassen ertragend ...”
Wir reden nur über Gott ... Und über die Zukunft der Welt, Der Erde. “Wie erinnerst Du Dich so gut an Gott?” Ich frage ihn. Er entgegnet - “Einige Dinge Können niemals vergessen werden, nicht einmal wenn sie umgewndelt und verschleiert werden Mit Schwimmbecken und Turnhallen! Nicht einmal wenn sie in Formaldehyd eingelegt werden ...
Du willst die Erde sehen, aber du kannst es nicht ertragen! Ihr Geruch, den Gestank von ihr, ihrer Asche! Überall, der Geruch von toten Soldaten Verbrannte Körper, wie ranzige Milch, verdorbenes Faules mumifiziertes Fleisch ist überall! Sich zerlegend Unterhalb dieser Strassen des Schmerzes.
Ich sehe Kartonsärge, bei Nacht, in der Luft schwebend Unter jenen Geisterhaften Staubflocken, die verschwinden & wieder erscheinen und sie schweben Über und jenseits unserer Mietshäuser, vorbei an Tolstoi´s weißem mit Streikposten bewachten Haus...Über der Stadt, die Blütenstraßen bürstend, grau rechteckig, Ufo-ähnlich da wir sitzen, Tee & Wodka schlürfend, auf den Dächern... Unter diesen goldenen Turmspitzen der Glänzenden Kirchen gefüllt Mit bärtigen Ikonen gegenüber dem Fluß Moskaus, eingefroren, so scheint es Für immer, sogar in des Sommers Flachland, aufgegeben mit unbestimmter Absicht, unbestimmten Brücken, nicht nur diese Karten, aber mehr, plaziert hinter den direkt gerade hinabliegenden U-Bahnen, zwei Meilen unterhalb des schützenden metallischen Himmels... Wie um Himmelswillen machten sie das, denke ich, überleben!? Hitler und Napoleon, Ivan und Stalin...wie? Wie? Wie machten sie das?
“Brücken,” sagt Tanya, “sind es wie wir überleben! - Die Brücken die den Himmel von der Erde, Wasser vom Land trennen, die den Tag von der Nacht und den Tod sogar vom Leben selbst abschneiden!” Pontifex! Pontifex! Sogar jetzt bringen mich die Brücken an die alten Schauplätze ”Schau´ Dir das an! Dies ist das brandneue Hotel in dem Clinton, Dein Präsident Gewohnt hat!” sagt sie “dies ist das KGB- Gebäude Mit diesem, ist es, das Auslandsministerium Des Sports & der Schauspieler! Marcello Mastroianni kam einmal hierher, nach “La Dolce Vita” & er wurde heftig geküßt, mit einem Mund voll Wodka von unserem großartigsten russischen Schauspieler... Und plapperte und erzählte...Sie sind ein guter Schauspieler mein Sohn, aber nicht so groß...ha ha ha... Gut aber nicht so groß!!!”
Ich wollte zu ihr sagen Ihr sagen “entschuldige mich ich...ich bin keine Ausländische Delegation von ausländischen Männern! Ich bin ein Mensch! Ich will keine Bedürfnisse verhandeln, ich will keine Frauen oder Butter, Borscht, Klieb, Schwarzbrot, oder Bolzen, Panzer, Raketen, U-Boote, Dämme oder hydroelektrischen Strom, danke aber nein danke spasibo, spasibo, spasibo Harasho harasho harasho Alles was ich hier will, machen will, ist zu sehen und zu lernen! Um zu verstehen. Um zu lernen. Ich will diesen...traurigen Ort verstehen... In dieser...traurigen und lustigen Welt...”
Sasha lacht und läßt das Lachen herausrollen wie stählerne Kugellager, Millionen, explodierend über den Neva herüber, eine Schießerei..Millionen von ihnen quer über den Kreml-Platz und dann bis zur Welt hinauf, vorüber am Viet-Cong Monument...wie unerwartet.
Quarto tempo
Stalin hört immer noch zu. Sitzt aufrecht.
Dies alles klingt wie Kohl, Kohl Kohl in meinem Kopf, “wir müssen uns selbst vor Diesen neuen Wolga-Bootsbauern schützen! Stalin schreit, mumifiziert, Schmutz der von seinem Schnurrbart tropft, diese neuen Wikinger von heute! Wenn wir überleben sollen! Neues Russland! Zur Hölle damit. Erschießt sie alle!” Neu-Russen! Was sind sie? Dasselbe Schwein im Schafs-Anzug! Erschießt sie! Erschießt sie. Bevor es zu spät ist!”
Micha erwischt mich dort durch Beschleunigen der begleitenden Taxis, noch schüchtern Zuvor pünktlich Zigeuner, die so viele Jahrhunderte lang weitergelebt haben, auf so vielfältige Weise..Sie haben soviel, was sie uns beibringen können, denke ich. Vom Leben. Ich sehe wie Tanya ihren Rock bürstet...sich selbst vorzeigbar machend. Ich bitte sie darum uns zu begleiten.
“Die Gangster machen in gerade einem Tag 250.000! Erzählt mir Rajic, sein Schnurrbart läßt mehr als eine Rede durch...er sieht sonderbar vertraut aus... “Die Geister erscheinen immer noch und schweben am hellichten Tage Wo die Morde geschahen!” Erzählt er mir. Er weiß alles. Wo die Leichen vergraben sind. Und blickt auf sein Leben wie sonderbare Spiegel von des Winterpalastes zerbrochener Klause.
Vor dem Leben selbst hat er keine Angst. Er erzählt mir, dass in Kiew, am oberen Ende eines Berges, von jüdischen Leichen ein Stadtbad gebaut wurde und es zusammenbrach und unterhalb des massiven Betons..Die verwesenden Körper von tausenden massakrierten Juden... tauchten wie lebende geflügelte Würmer auf.. Als wir Solzenhysten und seine Frau draußen sehen Stellen sie sich zur Schau wie angemalte Kinderwagen von der simplen Wahrheit eines sich biegenden Flusses geschlagen Als wir sie in des Zaren alten Park tanzen sehen wie L’apres-midi d’un faun schreit er heraus.
“Oh diese blöden Wiener Walzer!” Und grinst. Und redet darüber sie alleine in einem Durchgang zu erwischen...um sie ein oder zwei Dinge über das Tanzen zu lehren Als wir sie tanzen sehen, die Nacht über sie hinweg, in all jenen silbernen Spiegeln reflektierend....An dem Rand meiner Augen...seiner Augen, wie pulverisierte Marmore fallen und klappern und er lacht einfach und lacht...und dreht sich weg....
Il quinto tempo
Ich lebe in Moskau auf einer Straße namens Grigarin Der erste Kosmonaut im Weltraum in einer Wohnung, zurück als die Welt groß war gehörte sie Dem Kommandanten des Ersten sowjetischen nuklearen Unterseebootes.. Ich sitze und esse Reste, eingehüllt in wärmenden Decken.. “Was würdest Du gerne zum Frühstück essen, Amerikanski?” fragt Valentina “Eier” anworte ich. Und bekomme Kabeljaufischköpfe eingelegt in Öl. “In Moskau sind die Eier ausgegangen..” zuckt sie..”Und heißes Wasser..Was sonst” Sie zuckt mit ihren Schultern..Was gibt es sonst Neues? Der Staat subventioniert das heiße Wasser für alle in Moskau, zentralisierte Heizung...was ist da noch zu erwarten?? Du zahlst in amerikanischen Dollar in einem Monat Mein ganzes Gehalt von 2 Jahren... “Vor dem Sturz...war ich Anwältin...Anwältin- Managerin in der Ukraine Von einer Fabrik, mit 20.000 loyalen Arbeitern. Dann kam der Sturz. Dieser dumme Sturz. Fliiit! Fuut! Perestroika! Gorbatschow dieser Narr! Jetzt...nichts...ich komme nach Moskau um als Hausmädchen zu arbeiten. Meine Tochter ist eine Dottoressa...für 40 Dollar pro Monat.. Mc Donald’s gibt hunderte amerikanische Dollar aus...damit man auf Die Amerikanische Art ißt”
Ich schlafe...Gegenüber einer alten Villa, mit hohen Mauern, Toren Über Nacht bewacht von Hunden, ich höre jene Hunde bellen wuff...ein alter Zaren-Palast Der einmal den KGB beherbergte In einer Nacht wäre er fast verbrannt Oh Zeichen der Knappheit genommen bei den Stufen! Oh Leben Bei der Morgendämmerung! Am Morgen bewege ich mich in bläulichem Klebstoff.
In der Nacht während ich schlafe..höre ich wuff! Wuff! Wuff!
Vlada weint im Park für ihre dünnen Knochen Bellende Stille und in dem Gestank von Katzenurin Erinnert sie sich an die neuen Blätter, vermißt diese wieder, sie erzählt mir..Gangster Lassen Kugeln an ihr aus, erzählt sie mir Sie spricht aus ihren vielen Mündern Wütend, Fontänen von farbigem Verlassen Von ihren winzigen unberührten Brüsten, sie ist nackt..Ihre ersten Patente sind mit dunklen Streifen ausgewiesen.. In einem Taschentuch von Blut, hat sie Angst vor Verlusten, Mit uns zu reden, mit mir, aus Furcht vor den Repressalien ihrer Chefs, oder dem Chef ihres Chefs - er läßt sie es spüren hinter dem Ladentisch..Er scheint sie ganz für sich selbst haben zu wollen. Wir alle haben es so verdammt einfach wir Amerikaner!
Ich gehe betrunken auf dem Weg zur Arbeit und beobachte Rudel von wilden Hunden wie sie durch die unbeleuchteten Büros laufen, die Flure haben Platz für Ratten und zerbrochenes Glas und andere Betrunkene schlafend in diesem Dreck! Ihr Name, erzählt sie mir, bedeutet Kuppel-der-Kunst, Zustand der Wahrheit, Kommissariat von Leuten die es lieben Brokat-Ärmel zu nähen, es gab einmal eine berühmte Vlada, ich vergesse das, erzählt sie mir Und von ihren Lenden wird sie zerplatzen, die Männer die sie reinlegen werden Und in ihrer stillen Wut wird sie all diese Zeiten essen Die wir durchgemacht haben!
Vlada weint & bricht mir das Herz Ihre Mutter bellt zu ihr In dünnem Geflüster einer pelzig-süßen Stimme Bei Nacht, nach Mitternacht Am Telefon, jetzt Lebt sie mit ihr in einem Raum, zu dem sie mich bittet Um anzurufen Aber nach dem 12. Klingeln aufgibt Die Wohnung mit 5 Fremden und einem Stiefvater teilend & Als ich Moskau verlasse weint sie & Sagt niemals wieder ein Wort zu mir Ich Erinnere mich, dass wir nur Blicke austauschten Und dann küßte ich Sie dieses eine Mal auf den Mund am Türrahmen, Aufwiedersehen sagend Für immer....
Lenin! Leichnam!
“Nun ich bin nicht Götter oder Gott wie ein gewöhnlicher Mann In einem Bild von zartem Fleisch, dass jeden Tag schmerzt Was habe ich ihr anzubieten und nicht zu nehmen Zu jedem einzelnen Wechsel der Nacht?” Lenin! Leichnam! Sage es mir!
Ich frage Dich Genosse, wie sollten wir diese Seele befreien Von diesen bleiernen Fesseln, mit solch einem ewigen Peter-Paul-Gefängnis Können wir uns dann halten Oberhalb dieser wieder erstrahlenden Fluten! Diese Goldgewölbten Turmspitzen! Diese unbeirrten Kapellen der Bedürfnisse Der Notwendigkeit! Diese alten gewehre!, und von zerbrochenen Glocken Der Begierde, der Begierde...von mushu mushu!
Moskau sitzt bei Nacht in Schauern, auf einer Decke von Winzigen Keimen..Von klarem & weiß funkelndem Staub, Blut schmilzt Und tropft auf Schneeflocken in einer weißen Winternacht
Und hier wo ihre Straßenbahnen rasseln, die Brücken die sie halten Standfest zwischenmeinen Füßen, die fernen Schläge der U-Bahn erinnern mich wieder daran
An andere Schläge! Schlag!, Schlag!, den Schlag des Krieges!
Aber wir sind nun vor Schlägen geschützt Aber Schläge sind überall!
Wie eine Hand, die ihre Eigenen Finger sticht..
Mein Fahrer Rajic zieht seinen Lada Herüber & lacht mit seinem moslemischen Lachen, als er mich sprechen hört... “Was weißt Du, Du weißt nichts, Amerikanski, vom Leben oder dem Tod...”
Lamm essend mit zerkleinerten Zähnen und Mund Und wieder mit seinen Fingern schreibend...6... 6...6....Kapierst Du es nicht?” signalisiert er und zwinkert, wieder ein Stalin-Lächeln für mich Und lacht wieder, tiefer, in dieser Bass trommelnden Stimme, tiefer Tha Tiefer sogar als all die Messer die verwunden “Lenin war die Bestie...!” “Ich wollte herausrennen und herausschreien aus Dieser von Türmchen gekrönten dornigen marsianischen Turmspitzen von dieser Hohen kopierten Metropole - “hört auf!” hört auf mit all diesen
Den Himmel zerreißenden Wolkenkratzern!! Obenauf derer Sitzt ein fünf-spitziger Pentagon-ähnlicher Stern!! Von der toten sowjetischen Nation! Hört auf! Hört auf! Aber niemand beendet die Rolle der Geschichte. Wir müssen lernen lernen lernen!
“Wir sind nicht einmal kleine Götter in dieser Welt
Wir sind nicht einmal Männer verglichen mit euch! Sogar unsere Leben Sind miniscul, stellen eures in den Schatten im Vergleich Zu der Größe eurer sehnsüchtigen Traurigkeit!”
Diese sind aber unsere außer-organischen Bedürfnisse. Warum sollten wir keine Bedürfnisse haben? Wir sind nur menschliche Ameisen!”
Wir sind winzige liliputanerhafte Flöße Auf den Strömen der warmen menschlichen Speicher Die innerhalb fließen, nun elektrisch Aufgefüllt mit künstlichem Blut grün und blau
Deswegen sind wir sowohl Hund als auch Hundefleisch, Kläffer und Beller Zerkratzter Terrier und spitzer Leopardenhund und Knochen-Gräber ebenso!
In der letzten Nacht die ich in Moskau war träumte ich dass ich zu diesem schrecklichen Platz Zurückkehrte & ging & saß und ich fühlte diese Traurigkeit von süßer Ruhe, dort neben St. Basilikum wo wir alle saßen und weinten Mit Sasha und Valentina, Und auch Andrei, und Tanya & Klein-Vlada & wir zusammen als Freunde wir spazierten Marschierten in diesen rechteckigen Kasten hinein Diesen unter einem Meer von kalten & blauen Kristallen Und unter einer Pyramide von Tränen Fanden wir ihn still sitzend Mit einem Glas Tee und Zucker zwischen Seinen Zähnen & Unter einem vergänglichen Himmel schauderten wir Sprangen zurück Als er ein bewahrtes Auge in unsere Richtung drehte..
“Vladimir-Illyich Wach’ bitte auf, Bald wird eine steinerne schwache Morgendämmerung einschlagen! “Vladimir-Illyich wach’ auf! Bitte” Und dieser gefrorene Leichnam Zwinkerte uns zu und sagte “Jetzt, jetzt Kameraden was habt ihr gelernt, was habt ihr wirklich gelernt???
Ich bin wach. Ich bin ständig wach Dieser Alptraum ist real” Und einstimmig antworten wir alle: “Wuff! Wuff! Wuff!”
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